✨ „Was wäre, wenn Weihnachten?“ – Konzertlesung zum 4. Advent ✨

Was wäre, wenn Weihnachten...?

Die Adventszeit beginnt mit dem ersten Licht – und mit ihr diese besondere Stimmung, die uns Jahr für Jahr umhüllt. Genau dort setzt unsere musikalische Konzertlesung an: Ein Abend, an dem Worte und Klänge miteinander verwoben werden und gemeinsam Räume öffnen, in denen wir lauschen, erinnern und fühlen dürfen.

Musik begleitet uns wie ein innerer Kompass:
✨ Sie verbindet uns mit Erinnerungen, die plötzlich wieder greifbar werden.
✨ Sie wärmt Orte in uns, die im Alltag oft zu kurz kommen.
✨ Und sie lädt uns ein, für einen Moment still zu werden – oder innerlich zu leuchten.

Gemeinsam mit ausgewählten Texten, Geschichten und Gedanken entsteht so ein Abend, der so vieles ist:
eine Einladung, innezuhalten
eine Einladung, sich berühren zu lassen
eine Einladung, neu auf Mitmenschlichkeit, Begegnungen und das vergangene Jahr zu schauen.

🎄 Musikalische Konzertlesung „Was wäre, wenn Weihnachten?“
📅 4. Advent – Sonntag, 21. Dezember
⏰ 17:00 Uhr
📍 Evans. Auferstehungskirche Stuttgart-Rot

Wir freuen uns sehr, wenn Ihr kommt – und wenn Ihr Menschen einladet, die diesen Abend vielleicht gerade genauso gut gebrauchen können.
Wir freuen uns auf Euch. ✨

Worte und Musik – Gedanken im Herbst

In letzter Zeit habe ich mich immer wieder mit der Verbindung von Worten und Musik auseinandergesetzt. Beide Künste haben ihre eigene Sprache, aber wenn sie miteinander verschmelzen, entsteht etwas Neues: ein Raum, in dem Geschichten lebendig werden, Gefühle hörbar und Gedanken spürbar.

Ein Beispiel dafür ist der Liederzyklus mit Texten von Ada Christen („Ist die Welt um mich verwandelt“, Hartmut Seidler), den ich gemeinsam mit dem Trio Das Que Dos uraufführen durfte – ein Projekt, das mich lange nach dem Konzert noch begleitet hat. Worte, die aus einer anderen Zeit stammen, fanden in der Musik ihre Entsprechung und eröffneten mir und dem Publikum neue Perspektiven.

Auch „Cabaret“ am Staatstheater Stuttgart lebte von dieser engen Verbindung. Worte und Musik verstärken dort die Botschaft, machen sie unüberhörbar. Und gerade heute, in einer Welt, die so viele klare Botschaften dringend nötig hat, ist diese Kunstform ein starkes Signal.

Sehr nah ist mir im Moment auch das Programm „TodGlücklich“, mit dem ich in den vergangenen drei Jahren unterwegs war und das auch in diesem Herbst wieder aufgeführt wird. Es zeigt mir immer wieder, wie behutsam, aber auch wie kraftvoll sich existenzielle Themen mit künstlerischen Mitteln erschließen lassen.

Und schließlich ist da die Konzertlesung „Was wäre, wenn Weihnachten… ?“. Schon seit Ende August türmen sich die Lebkuchen in den Supermärkten. Deshalb denke ich, es ist okay, wenn ich jetzt im Oktober meine Gedanken dazu mit Euch teile. Denn bald beginnen die Proben dazu und so wirft die Weihnachtszeit schon ihren Schatten voraus. Dieses Programm mit dem Radiopfarrer Felix Weise beschäftigt sich mit menschlichen Wegen und Umwegen – und ich finde genau das so spannend. Denn eigentlich ist jeder Lebensweg ein Umweg. Nie verläuft er gerade, und oft führen gerade die schwierigen oder schmerzhaften Stationen zum nächsten Schritt, den es ohne sie nie gegeben hätte.

Es bleibt die Frage: Hätte manches einfacher sein dürfen? Hätte man sich manches sparen können? Vielleicht. Aber vielleicht war es genau so notwendig, damit wir heute dort stehen, wo wir stehen.

Mit diesen Gedanken beschäftige ich mich besonders in der Weihnachtszeit. Sie richtet den Blick auf die Menschen, mit denen wir unser Leben teilen, auf Erlebnisse und Erfahrungen, auf gemeinsame Momente. Auf das, was wir geschafft und (üb)erlebt haben. Sie schärft unseren Blick auch für andere: Wie wir Menschen wahrnehmen, wie wir mit ihnen umgehen und wie viel zutiefst Menschliches hinter jedem Verhalten steckt – auch hinter dem, was wir zunächst als negativ empfinden.

Wenn wir bereit sind, genauer hinzusehen, verändert sich unsere Bewertung. Und vielleicht ist es genau diese Sensibilität, die sich die Kunst und die Musik immer wieder bewahren und uns schenken können.

Darum freue ich mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit der Konzertlesung unterwegs sein werden. Die Proben haben bereits begonnen – und während wir die Texte, Klänge und Bilder erneut miteinander verweben, wollte ich diese Gedanken einfach mit Euch teilen.

Mehr zu den einzelnen Veranstaltungen folgt bald.

Todglücklich – live in Winnenden

TodGlücklich

Letzte Woche habe ich hier über unser Programm „TodGlücklich“ berichtet, das im SWR ausgestrahlt wurde – und bald noch einmal zu sehen ist. Dafür bin ich sehr dankbar. Und noch mehr freue ich mich, dass wir mit diesem besonderen Programm auch wieder live unterwegs sind.

📅 Am 8. November um 19 Uhr sind wir in Winnenden (Kirche St. Karl Borromäus) zu Gast: https://borromaeus.se-winnenden.de/alle-termine.html?view=sekaldetail&date_id=w14379888

Winnenden ist für mich ein besonderer Ort. Dort durfte ich schon viele musikalische Projekte gestalten – gemeinsam mit sehr kreativen Menschen, die mit Leidenschaft und Offenheit Kultur lebendig machen. Immer wenn ich zurückkomme, fühlt es sich ein bisschen wie Heimkehr an.

Die Konzertlesung „TodGlücklich“ verbindet Worte und Musik zu einem Erlebnis, das den Tod nicht ausklammert, sondern ihn ins Gespräch bringt – behutsam, hoffnungsvoll und mit einem starken Blick auf das Leben. Viele Besucher:innen gehen berührt nach Hause, suchen das Gespräch, teilen Erinnerungen und Erfahrungen.

Darum meine herzliche Einladung: Komm am 8.11. nach Winnenden, erlebe „TodGlücklich“ live, begegne uns und lass uns miteinander ins Gespräch kommen. Es ist jedes Mal ein Abend, der nicht nur auf der Bühne passiert, sondern auch im Austausch danach weiterwirkt.

Die Konzertlesung Todglücklich im SWR Fernsehen

In diesem Jahr habe ich mich intensiv mit dem Thema Tod auseinandersetzen müssen. Im Alltag verschieben wir das oft – bis er plötzlich einfach im Raum steht, uneingeladen. Und dann? Lebe. Lebe damit. Gehe damit um. Überlebe, denke über Dein eigenes und vergangenes Leben nach. Was bedeutet Leben überhaupt? Jeden Tag gibt es nur einmal. Was tun wir damit?

Warum ich „Todglücklich“ mache

Genau diese Fragen bewegen auch unser Programm „Todglücklich“. Für mich ist es eine künstlerische Form, mit dem Unausweichlichen umzugehen, und gleichzeitig eine Möglichkeit, Hoffnung und Lebensmut sichtbar zu machen. In Musik, Texten und Licht entsteht ein Raum, in dem man nicht nur über den Tod spricht, sondern auch über das Leben – darüber, was uns geschenkt ist: Zeit, Begegnungen, Erinnerungen.

Todglücklich im SWR

Umso mehr freue ich mich, dass Todglücklich nun Teil der SWR-Dokumentation „Die Bestatterinnen, der Schreiner, der Tod und das Leben“ ist. Der Film porträtiert Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Tod umgehen, Menschen in dessen Umfeld begleiten – und zeigt, dass man sich diesem Thema nicht nur rational, sondern auch künstlerisch nähern kann.

👉 Hier geht’s zur Sendung in der ARD Mediathek

Diese Sendung lief im August 2025 und wird nun noch einmal ausgestrahlt:

📺 Ausstrahlung im TV: Sonntag, 26. Oktober 2025, 17:30 Uhr im SWR Fernsehen

Was das Publikum erlebt

Viele Besucher:innen kommen mit Unsicherheit in unsere Aufführungen. Sie fragen sich, ob sie den Abend aushalten – weil das Thema Tod sie selbst betrifft oder weil es sie schlicht verunsichert. Am Ende erleben wir: Die Menschen gehen bewegt, nachdenklich und oft voller Dankbarkeit nach Hause. Sie suchen das Gespräch, erzählen uns von eigenen Verlusten, von Erinnerungen und davon, wie gut es ihnen getan hat, diesen Raum zu erleben.

Mehr als eine Veranstaltung

Für mich ist Todglücklich kein „Programm“ im klassischen Sinne. Es ist ein Raum, in dem Nachdenklichkeit, Hoffnung und Lebensmut nebeneinander stehen dürfen. Ein Ort, an dem wir uns erlauben, über das zu sprechen, was wir sonst gern verdrängen – und gleichzeitig über das zu staunen, was uns täglich geschenkt wird.

Mehr über das Projekt findest Du hier: todglücklich.com

Ein besonderer Auftrittsort: Schloss Ludwigsburg

Manchmal führt die Musik an ganz wunderbare Orte. Bald ist es für mich und D’Ané so weit: Wir sind im Residenzschloss Ludwigsburg zu hören – im Rahmen der Hochzeitsmesse „Ja!“.

Gemeinsam mit der großartigen Elke Bürger (Klarinette) darf ich im Duo Ané musikalische Akzente setzen. Unsere Musik wird damit Teil eines Tages, an dem sich alles um große Momente, Emotionen und die Feier des Lebens dreht.

Für mich persönlich war meine eigene Hochzeit ein zutiefst außergewöhnlicher Tag – auch wenn sie in so ziemlich nichts dem Üblichen entsprach. Ich glaube fest daran: Wenn zwei Menschen einen Weg miteinander gehen, dann sollte auch dieser Schritt genauso besonders sein wie sie selbst – geprägt von den Momenten, die zu ihnen passen. Genau diesen Gedanken spiegeln sich für mich im Musizieren mit Elke wider: individuell, vielfältig und voller Inspiration.

📅 Wann: 18. und 19. Oktober 2025
📍 Wo: Residenzschloss Ludwigsburg – Hochzeitsmesse „Ja!“

Wenn Du an diesen Tagen auf der Messe unterwegs bist: Komm vorbei, hör uns live und lass uns ins Gespräch kommen. Wir freuen uns darauf, mit unserer Musik einen kleinen Teil zu diesem besonderen Ambiente beizutragen.

Mehr über unser Duo: duoane.com

TodGlücklich – und der swr zeichnet auf

TodGlücklich mit Ute Züfle, Judith Calvelli-Adorno, Janina Rüger-Aamot

Am kommenden Dienstag, den 27. Mai um 19:30 Uhr, ist es endlich wieder so weit: Unser Programm „TodGlücklich – eine Konzertlesung mit Ute Züfle“ kehrt zurück – und das an einem ganz besonderen Ort: der Stiftskirche in Beutelsbach.

Und diesmal mit einer großartigen Neuigkeit: Der SWR wird die Aufführung mitschneiden!
Dass unser Herzensprojekt auf diese Weise dokumentiert und weitergetragen wird, freut uns riesig – und macht diesen Abend zu etwas ganz Besonderem.

„dramatisch, innig – überirdisch schön“

„TodGlücklich“ verbindet Musik und Sprache in einer eindrücklichen Stunde voller Tiefe, Stille, Wucht und Zärtlichkeit. Texte von und mit Ute Züfle treffen auf Musik von Kreisler, Piazzolla, Arvo Pärt, Johann Sebastian Bach und anderen.

Wir beschäftigen uns mit der letzten Schwelle – dem Tod – und gleichzeitig mit allem, was davor liegt: Erinnerung, Liebe, Humor, Schmerz, Hoffnung.

Ein Zitat aus dem Publikum bringt es auf den Punkt:
„Der Abend ging unter die Haut.“
(Mühlacker Tagblatt, 13.03.2024)

Und die Gmünder Tagespost schreibt:
„Musikalisch dramatisch und innig durch die hohe Kunst einer Geigerin vertieft […], pointiert und akzentuiert vom Akkordeon Janina Rüger-Aamots – einfach: Tod-glücklich.“

Komm dazu, bring jemanden mit, sei Teil davon.

Wir freuen uns, wenn Du kommst – und uns bei diesem für uns so wichtigen Termin unterstützt. Es ist ein Abend, der berührt, ohne zu beschweren. Der Mut macht. Der fragt: Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt – außer Musik und Wort?

📅 Dienstag, 27. Mai 2025
🕢 19:30 Uhr
📍 Stiftskirche Beutelsbach
🎙 Live-Mitschnitt durch den SWR

Herzliche Einladung – wir freuen uns auf Euch.
Euer TodGlücklich-Team

Prayer – Ernest Blochs musikalisches Gebet auf unserer CD 🎶🙏

Elke Bürger & Janina Rüger-Aamot

Manche Stücke sind mehr als Musik – sie sind eine emotionale Reise. „Prayer“ von Ernest Bloch ist genau so ein Werk. Es stammt aus seiner Suite From Jewish Life und ist eine der eindrucksvollsten musikalischen Darstellungen von Spiritualität, die wir kennen.


Warum Prayer?

👉 Eine Klangwelt voller Tiefe:
Bloch komponierte „Prayer“ 1924 und schuf damit ein Werk, das tief in die jüdische Seele eintaucht. Es ist meditativ, bewegend und lädt dazu ein, innezuhalten und nach innen zu schauen.

👉 Emotion pur:
Die Kantilenen des Originals für Cello und Klavier strahlen eine solche Wärme und Innigkeit aus, dass wir sofort wussten: Dieses Stück muss auf unsere CD.


Warum Klarinette und Akkordeon? 🎹🎼

👉 Die Klarinette als Stimme der Seele:
Mit ihrem warmen, weichen Klang kann die Klarinette den Charakter des Cellos einfangen und ihm gleichzeitig eine neue Dimension verleihen. Ihre Fähigkeit, sich nahtlos zwischen Melancholie und Hoffnung zu bewegen, passt perfekt zu diesem Stück.

👉 Das Akkordeon als atmender Begleiter:
Das Akkordeon bringt einen pulsierenden, fast atmenden Charakter in die Begleitung. Seine Fähigkeit, Dynamik und Harmonie fließend zu gestalten, unterstreicht die meditative Atmosphäre von „Prayer“.

💡 Unser Zugang:
Wir haben das Stück so arrangiert, dass Klarinette und Akkordeon eine Art Dialog führen – ein Wechselspiel zwischen innerer Einkehr und nach außen gerichteter Emotionalität.


Was dieses Stück für uns bedeutet 🙌

Prayer ist für uns nicht nur ein musikalisches Gebet, sondern auch eine Möglichkeit, etwas Tieferes mit unserem Publikum zu teilen. Es erinnert uns daran, dass Musik eine universelle Sprache ist, die alle Grenzen überwindet.

📢 Hör es selbst: Auf unserer CD interpretieren wir dieses Meisterwerk neu – mit der einzigartigen Verbindung von Klarinette und Akkordeon. Wir freuen uns, diese Reise mit Euch zu teilen!

duoane.com

#Prayer #ErnestBloch #MusikalischeTiefe #KlarinetteAkkordeon

Violentango – Die Kraft des Tangos auf unserer CD 🎶🔥

Elke Bürger & Janina Rüger-Aamot

„Violentango“ von Astor Piazzolla ist ein Stück voller Energie, Leidenschaft und Tiefe. Es vereint alles, was den Tango Nuevo ausmacht: treibende Rhythmen, ausdrucksstarke Melodien und eine emotionale Intensität, die uns Musikerinnen sofort in ihren Bann gezogen hat.


Warum Violentango?

👉 Ein Stück mit Geschichte:
Piazzolla komponierte „Violentango“ in den 1970er-Jahren, in einer Phase des Wandels – persönlich und musikalisch. Es spiegelt den Bruch mit dem traditionellen Tango wider und markiert den Beginn einer neuen Ära: den Tango Nuevo.

👉 Emotion und Kraft:
Das Stück kombiniert eine fast marschartige Rhythmik mit Melodien, die gleichermaßen kraftvoll und melancholisch sind. Es ist ein perfektes Beispiel für Piazzollas Fähigkeit, Musik gleichzeitig dramatisch und innovativ zu gestalten.

👉 Für uns persönlich:
Violentango symbolisiert, warum wir Musik machen: Es geht um die Verbindung von Kraft und Emotion, um Leidenschaft und das Streben, Traditionen neu zu denken. Dieses Stück darf auf unserer CD nicht fehlen – es ist ein Meilenstein unseres Repertoires.


Unser Zugang zu Violentango 🎻🎹

  • Klangliche Vielfalt: Auf der Klarinette und dem Akkordeon kommen die rhythmischen und melodischen Kontraste besonders gut zur Geltung.
  • Improvisation: Wir haben Piazzollas Stück unseren eigenen musikalischen Ausdruck verliehen, indem wir immer wieder mit dem Material spielen.

💡 Ein Highlight: Das Zusammenspiel aus pulsierendem Rhythmus und schwebender Melodie schafft eine klangliche Spannung, die uns immer wieder fasziniert.


📢 Sei gespannt auf unsere Interpretation von Violentango auf unserer neuen CD – wir können es kaum erwarten, diese Energie mit Euch zu teilen!

duoane.com

#Violentango #TangoNuevo #AstorPiazzolla #MusikLeidenschaft

„Tema con Variazioni“ von Jean Françaix – Heitere Nonchalance und virtuose Unterhaltung

Elke Bürger & Janina Rüger-Aamot

Jean Françaix war ein Komponist, der in den musikalischen Strömungen des 20. Jahrhunderts seine ganz eigene Stimme fand – eine, die die alte Tugend geistreicher Unterhaltung mit einer Leichtigkeit und Virtuosität verband, die ihresgleichen sucht. Sein „Tema con Variazioni“, 1974 als Prüfungsstück für die Klarinettenklassen am Pariser Konservatorium komponiert, ist ein Paradebeispiel für diese Haltung: ein Werk voller Eleganz, Witz und aberwitziger technischer Herausforderungen, das dennoch niemals seine charmante Leichtigkeit verliert.

Ein Prüfungsstück mit brillanter Virtuosität

Wie ähnliche Klarinettenwerke von Debussy oder anderen französischen Komponisten wurde Françaix’ „Tema con Variazioni“ als „Morceau de Concours“ geschrieben – ein Prüfungsstück, das technische und musikalische Anforderungen auf höchstem Niveau verbindet. Die Virtuosität des Stücks knüpft an die Tradition der „Variations brillants“ des 19. Jahrhunderts an, zeigt jedoch zugleich Françaix’ unverkennbaren Stil: humorvoll, brillant und immer nahbar.

Das Stück beginnt mit einem klaren, melodischen Thema, das mit seiner schlichten Eleganz die Basis für eine Reihe von Variationen bildet. Jede Variation ist eine eigene Miniaturwelt, die zwischen tänzerischen Rhythmen, verspielten Dialogen und lyrischen Ausbrüchen oszilliert. Für unser Duo – Klarinette und Akkordeon – bietet diese Struktur die Möglichkeit, nicht nur die technischen Anforderungen zu erfüllen, sondern auch die vielfältigen Klangfarben und Charaktere des Stücks lebendig werden zu lassen.

Der Geist eines „verrückten Hutmachers“

Françaix’ eigene Beschreibung seines Wesens – die Mischung aus ruhigem Gemüt und feurigem Temperament – spiegelt sich im Charakter dieses Werkes wider. Die Variationen wirken wie aus der Werkstatt eines verrückten Hutmachers: verspielt, überraschend und voller kreativer Wendungen. Diese Kombination aus Eleganz und schelmischem Humor ist es, die uns bei der Arbeit an diesem Stück besonders fasziniert.

Für das Akkordeon eröffnet sich hier eine reizvolle Herausforderung: Françaix‘ ursprüngliche Klavierstimme, die oft tänzerische Präzision und feine Nuancen verlangt, wird durch das Akkordeon zu einer atmenden, lebendigen Klangwelt. Es ergänzt die Klarinette nicht nur als Begleiter, sondern tritt in einen spielerischen Dialog mit ihr.

Zeitgenössisch, leicht und dennoch tiefgründig

Françaix selbst schrieb, dass er beim Komponieren nicht den „gedanklichen Autobahnen“, sondern lieber den „Waldwegen“ folgte. Diese Herangehensweise macht „Tema con Variazioni“ zu einem Werk, das trotz seiner Leichtigkeit eine tiefe künstlerische Aussage enthält. Es zeigt, dass zeitgenössische Musik unterhaltsam und zugänglich sein kann, ohne dabei an künstlerischem Wert zu verlieren.

Unser Ziel als Duo ist es, diese Balance in unserer Interpretation zu bewahren:

• Die Klarinette trägt den melodischen Ausdruck, erzählt Geschichten voller Wärme und Virtuosität.

• Das Akkordeon ergänzt mit einem breiten Spektrum an Klangfarben, von tänzerischer Begleitung bis zu orchestralen Texturen.

Warum „Tema con Variazioni“ auf unserer CD?

Dieses Werk ist mehr als nur ein Prüfungsstück – es ist ein Stück musikalischer Lebensfreude, eine Hommage an die Kunst der Unterhaltung und zugleich eine Demonstration virtuoser Meisterschaft. Françaix schrieb es mit einem Augenzwinkern, aber auch mit dem tiefen Respekt vor der Klarinette und ihrer Vielseitigkeit.

Für uns ist es ein Stück, das das Publikum nicht nur beeindruckt, sondern auch berührt. Es passt perfekt zu unserer Mission: zeitgenössische Musik mit hochwertiger Unterhaltung zu verbinden und dabei immer wieder ein bisschen verrückt zu sein – so wie Françaix selbst.

Mit unserer Besetzung wollen wir dem Werk eine neue Perspektive verleihen, ohne den Geist seiner ursprünglichen Widmung zu verlieren. Wir freuen uns darauf, die humorvolle, elegante und virtuose Welt von „Tema con Variazioni“ auf unsere CD zu bringen – als Hommage an Jean Françaix, an Jacques Lancelot und an die unendlichen Möglichkeiten der Musik.

duoane.com