Was wäre, wenn … aus einer Konzertlesung etwas Größeres wird?

Was wäre, wenn ...?

Aus der Konzertlesung Was wäre, wenn Weihnachten…? ist in den vergangenen Jahren etwas entstanden, das über den ursprünglichen Anlass hinausweist. Aus einem Abend, aus einer künstlerischen Form, aus einer bestimmten Fragestellung wurde nach und nach ein offenerer Raum des Nachdenkens: Was wäre, wenn …?

Mich beschäftigt daran vor allem, dass diese Frage weit über einen einzelnen Moment im Jahr hinausreicht. Sie berührt etwas, das uns im Alltag fortwährend begegnet und doch leicht entgeht: die feinen Verschiebungen in der Wahrnehmung. Die kleinen Missverständnisse. Die vorschnellen Zuschreibungen. Die Augenblicke, in denen wir meinen, einen Menschen bereits verstanden zu haben, obwohl wir in Wahrheit nur seinen ersten Eindruck gelesen haben. Oder unseren eigenen.

Gemeinsam mit Felix Weise und Elke Bürger tausche ich mich in diesem Projekt über genau diese Dinge aus. Über das, was im Alltag oft übersehen wird. Über das, was zwischen den Zeilen liegt. Über das, was Menschen in einen Raum mitbringen, lange bevor sie ein Wort sagen. Und über das, woraus Kunst überhaupt entsteht: aus Aufmerksamkeit, aus Erfahrung, aus Reibung, aus der Bereitschaft, genauer hinzusehen.

Ein wesentliches Thema ist für mich dabei die Wahrnehmung. Wie nehmen wir einander wahr? Wie lesen wir Blicke, Stimmen, Gesten, Pausen? Was geschieht in dem kurzen Augenblick zwischen Reiz und Reaktion? Und wie verändert sich Kommunikation, sobald wir einem Menschen nicht nur seine Oberfläche, sondern auch seine mögliche Vorgeschichte zutrauen?

Diese Fragen interessieren mich künstlerisch wie menschlich. Denn Wahrnehmung ist niemals neutral. Sie ist geprägt von Erfahrung, von Erwartung, von Empfindlichkeit, von Erinnerung. Wir hören nie nur den anderen. Wir hören immer auch etwas von uns selbst mit. Gerade deshalb braucht Verständigung eine Form von Genauigkeit, die über das Offensichtliche hinausgeht.

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb Musik für mich so eng mit diesem Thema verbunden ist. Musik funktioniert nur in Kommunikation. Zwischen den Instrumenten. Zwischen den Menschen, die sie spielen. Zwischen Atem und Einsatz, zwischen Impuls und Antwort, zwischen Klang und Stille. Ein musikalischer Satz entsteht nicht im Alleingang, sondern in Beziehung. Er lebt davon, dass gehört wird, reagiert wird, Raum gegeben wird. Dass man das Eigene behauptet, ohne das Gegenüber zu übergehen.

Dasselbe gilt für die Verbindung von Sprache und Musik. Auch hier geht es um Resonanz, um Timing, um das feine Gespür dafür, wann etwas getragen, wann etwas unterstrichen, wann etwas offen gelassen werden will. Sprache und Klang treten in Beziehung. Sie kommentieren einander nicht bloß, sie verändern einander. Und schließlich entsteht auch mit dem Publikum eine Form von Kommunikation, die sich nicht vollständig erklären lässt. Etwas geschieht auf der Bühne, und etwas antwortet im Raum. Aufmerksamkeit wandert. Spannung verändert sich. Wahrnehmung wird gemeinsam.

Gerade darin liegt für mich die Schönheit dieses Projekts. Was wäre, wenn …? ist kein fertiges Programm, das nur wiederholt werden will. Es ist eine gemeinsame Bewegung des Fragens, Hörens und Wahrnehmens. Eine künstlerische Arbeit, die aus dem Alltag kommt und zugleich über ihn hinausführt. Eine Form, in der sich das Menschliche nicht behauptet, sondern zeigt.

Deshalb freue ich mich sehr, dass wir diesen Weg gemeinsam weitergehen. Weil ich den Eindruck habe, dass in dieser Arbeit etwas aufscheint, das mich seit langem beschäftigt: die Möglichkeit, einander genauer zu begegnen. Mit mehr Aufmerksamkeit. Mit mehr Sensibilität. Und mit der Bereitschaft, das, was zunächst eindeutig scheint, noch einmal anders zu lesen.

✨ „Was wäre, wenn Weihnachten?“ – Konzertlesung zum 4. Advent ✨

Was wäre, wenn Weihnachten...?

Die Adventszeit beginnt mit dem ersten Licht – und mit ihr diese besondere Stimmung, die uns Jahr für Jahr umhüllt. Genau dort setzt unsere musikalische Konzertlesung an: Ein Abend, an dem Worte und Klänge miteinander verwoben werden und gemeinsam Räume öffnen, in denen wir lauschen, erinnern und fühlen dürfen.

Musik begleitet uns wie ein innerer Kompass:
✨ Sie verbindet uns mit Erinnerungen, die plötzlich wieder greifbar werden.
✨ Sie wärmt Orte in uns, die im Alltag oft zu kurz kommen.
✨ Und sie lädt uns ein, für einen Moment still zu werden – oder innerlich zu leuchten.

Gemeinsam mit ausgewählten Texten, Geschichten und Gedanken entsteht so ein Abend, der so vieles ist:
eine Einladung, innezuhalten
eine Einladung, sich berühren zu lassen
eine Einladung, neu auf Mitmenschlichkeit, Begegnungen und das vergangene Jahr zu schauen.

🎄 Musikalische Konzertlesung „Was wäre, wenn Weihnachten?“
📅 4. Advent – Sonntag, 21. Dezember
⏰ 17:00 Uhr
📍 Evans. Auferstehungskirche Stuttgart-Rot

Wir freuen uns sehr, wenn Ihr kommt – und wenn Ihr Menschen einladet, die diesen Abend vielleicht gerade genauso gut gebrauchen können.
Wir freuen uns auf Euch. ✨

Zwischen Bühne und Business – was mir das Gespräch mit Dominik Joelsohn gezeigt hat

Ich wollte immer Musik machen. Keine Buchhaltung, kein Marketing, keine Akquise.
Das alles hatte ich nie gelernt – und ehrlich gesagt: Ich wollte es auch nicht lernen. Ich wollte Akkordeon spielen, Kammermusik machen, aufführen. Punkt.

Doch das Leben als Musikerin zwingt einen früher oder später dazu, genau diese Dinge anzusehen. Weil sie sonst über einen hereinbrechen.

„Kunst braucht Struktur“ – ein Satz, der bleibt

Als Dominik Joelsohn im Interview sagte:

„Kunst ist kein Gegensatz zum Markt. Sie braucht Strukturen, um überhaupt stattfinden zu können.“

… da traf mich das mitten ins Herz.

Ich dachte an meine eigenen Anfänge: an Rechnungen, die ich nicht stellte, weil es sich irgendwie „unmusikalisch“ anfühlte. An Projekte, die scheiterten, weil keiner den Überblick hatte.
Und daran, wie lange ich gebraucht habe, um zu begreifen, dass künstlerische Freiheit nicht heißt, alles andere zu ignorieren, sondern zu wissen, wie der Rest funktioniert.

Heute – nach über zwanzig Jahren in der Musik – merke ich, wie sehr ich mir dieses Wissen früher gewünscht hätte. Im Studium etwa, wo alles um Interpretation, Ausdruck und Technik kreiste, aber nie um Organisation, Sichtbarkeit oder wirtschaftliche Grundlagen.

Business und Kunst – kein Gegensatz, sondern Balance

Ich erinnere mich, wie Dominik über die Unsicherheit vieler Musiker*innen sprach:

„Perfekt spielen reicht nicht. Viele trauen sich nicht, rauszugehen und zu sagen: ‚Hallo, hier bin ich.‘“

Das kenne ich nur zu gut.
Lange dachte ich, Sichtbarkeit mache mich angreifbar oder unecht. Heute sehe ich: Sichtbarkeit macht möglich. Sie ist kein Verrat an der Kunst, sondern ihre Übersetzung nach außen.

Ich musste lernen, dass Selbstvermarktung nichts mit „sich verkaufen“ zu tun hat, sondern mit Selbstbestimmung. Wenn ich weiß, wer ich bin, was meine Musik erzählt, kann ich auch besser entscheiden, wo und wie sie in die Welt soll.

Mehr Freiheit durch Wissen

Früher empfand ich alles rund um Gagen, Steuern und Verträge als Last. Heute gehört es eben dazu.

Vielleicht ist das der eigentliche Reifeprozess einer Musikerin:
von der romantischen Vorstellung „Ich mach nur Musik“
hin zu der gelassenen Erkenntnis „Ich gestalte mein künstlerisches Leben bewusst“.

Mein Fazit

Das Gespräch mit Dominik Joelsohn hat mir wieder gezeigt, dass Kunst und Business keine Feinde sind.
Sie sind zwei Seiten derselben Medaille.

Ich wollte nie Buchhaltung machen – und liebe sie bis heute nicht.
Aber ich weiß jetzt: Wenn ich das Drumherum verstehe, dann habe ich mehr Raum für das, was ich wirklich liebe: Musik.

Und genau darin liegt vielleicht die größte Freiheit,
die man als Künstlerin erreichen kann.

Worte und Musik – Gedanken im Herbst

In letzter Zeit habe ich mich immer wieder mit der Verbindung von Worten und Musik auseinandergesetzt. Beide Künste haben ihre eigene Sprache, aber wenn sie miteinander verschmelzen, entsteht etwas Neues: ein Raum, in dem Geschichten lebendig werden, Gefühle hörbar und Gedanken spürbar.

Ein Beispiel dafür ist der Liederzyklus mit Texten von Ada Christen („Ist die Welt um mich verwandelt“, Hartmut Seidler), den ich gemeinsam mit dem Trio Das Que Dos uraufführen durfte – ein Projekt, das mich lange nach dem Konzert noch begleitet hat. Worte, die aus einer anderen Zeit stammen, fanden in der Musik ihre Entsprechung und eröffneten mir und dem Publikum neue Perspektiven.

Auch „Cabaret“ am Staatstheater Stuttgart lebte von dieser engen Verbindung. Worte und Musik verstärken dort die Botschaft, machen sie unüberhörbar. Und gerade heute, in einer Welt, die so viele klare Botschaften dringend nötig hat, ist diese Kunstform ein starkes Signal.

Sehr nah ist mir im Moment auch das Programm „TodGlücklich“, mit dem ich in den vergangenen drei Jahren unterwegs war und das auch in diesem Herbst wieder aufgeführt wird. Es zeigt mir immer wieder, wie behutsam, aber auch wie kraftvoll sich existenzielle Themen mit künstlerischen Mitteln erschließen lassen.

Und schließlich ist da die Konzertlesung „Was wäre, wenn Weihnachten… ?“. Schon seit Ende August türmen sich die Lebkuchen in den Supermärkten. Deshalb denke ich, es ist okay, wenn ich jetzt im Oktober meine Gedanken dazu mit Euch teile. Denn bald beginnen die Proben dazu und so wirft die Weihnachtszeit schon ihren Schatten voraus. Dieses Programm mit dem Radiopfarrer Felix Weise beschäftigt sich mit menschlichen Wegen und Umwegen – und ich finde genau das so spannend. Denn eigentlich ist jeder Lebensweg ein Umweg. Nie verläuft er gerade, und oft führen gerade die schwierigen oder schmerzhaften Stationen zum nächsten Schritt, den es ohne sie nie gegeben hätte.

Es bleibt die Frage: Hätte manches einfacher sein dürfen? Hätte man sich manches sparen können? Vielleicht. Aber vielleicht war es genau so notwendig, damit wir heute dort stehen, wo wir stehen.

Mit diesen Gedanken beschäftige ich mich besonders in der Weihnachtszeit. Sie richtet den Blick auf die Menschen, mit denen wir unser Leben teilen, auf Erlebnisse und Erfahrungen, auf gemeinsame Momente. Auf das, was wir geschafft und (üb)erlebt haben. Sie schärft unseren Blick auch für andere: Wie wir Menschen wahrnehmen, wie wir mit ihnen umgehen und wie viel zutiefst Menschliches hinter jedem Verhalten steckt – auch hinter dem, was wir zunächst als negativ empfinden.

Wenn wir bereit sind, genauer hinzusehen, verändert sich unsere Bewertung. Und vielleicht ist es genau diese Sensibilität, die sich die Kunst und die Musik immer wieder bewahren und uns schenken können.

Darum freue ich mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit der Konzertlesung unterwegs sein werden. Die Proben haben bereits begonnen – und während wir die Texte, Klänge und Bilder erneut miteinander verweben, wollte ich diese Gedanken einfach mit Euch teilen.

Mehr zu den einzelnen Veranstaltungen folgt bald.

Todglücklich – live in Winnenden

TodGlücklich

Letzte Woche habe ich hier über unser Programm „TodGlücklich“ berichtet, das im SWR ausgestrahlt wurde – und bald noch einmal zu sehen ist. Dafür bin ich sehr dankbar. Und noch mehr freue ich mich, dass wir mit diesem besonderen Programm auch wieder live unterwegs sind.

📅 Am 8. November um 19 Uhr sind wir in Winnenden (Kirche St. Karl Borromäus) zu Gast: https://borromaeus.se-winnenden.de/alle-termine.html?view=sekaldetail&date_id=w14379888

Winnenden ist für mich ein besonderer Ort. Dort durfte ich schon viele musikalische Projekte gestalten – gemeinsam mit sehr kreativen Menschen, die mit Leidenschaft und Offenheit Kultur lebendig machen. Immer wenn ich zurückkomme, fühlt es sich ein bisschen wie Heimkehr an.

Die Konzertlesung „TodGlücklich“ verbindet Worte und Musik zu einem Erlebnis, das den Tod nicht ausklammert, sondern ihn ins Gespräch bringt – behutsam, hoffnungsvoll und mit einem starken Blick auf das Leben. Viele Besucher:innen gehen berührt nach Hause, suchen das Gespräch, teilen Erinnerungen und Erfahrungen.

Darum meine herzliche Einladung: Komm am 8.11. nach Winnenden, erlebe „TodGlücklich“ live, begegne uns und lass uns miteinander ins Gespräch kommen. Es ist jedes Mal ein Abend, der nicht nur auf der Bühne passiert, sondern auch im Austausch danach weiterwirkt.

Die Konzertlesung Todglücklich im SWR Fernsehen

In diesem Jahr habe ich mich intensiv mit dem Thema Tod auseinandersetzen müssen. Im Alltag verschieben wir das oft – bis er plötzlich einfach im Raum steht, uneingeladen. Und dann? Lebe. Lebe damit. Gehe damit um. Überlebe, denke über Dein eigenes und vergangenes Leben nach. Was bedeutet Leben überhaupt? Jeden Tag gibt es nur einmal. Was tun wir damit?

Warum ich „Todglücklich“ mache

Genau diese Fragen bewegen auch unser Programm „Todglücklich“. Für mich ist es eine künstlerische Form, mit dem Unausweichlichen umzugehen, und gleichzeitig eine Möglichkeit, Hoffnung und Lebensmut sichtbar zu machen. In Musik, Texten und Licht entsteht ein Raum, in dem man nicht nur über den Tod spricht, sondern auch über das Leben – darüber, was uns geschenkt ist: Zeit, Begegnungen, Erinnerungen.

Todglücklich im SWR

Umso mehr freue ich mich, dass Todglücklich nun Teil der SWR-Dokumentation „Die Bestatterinnen, der Schreiner, der Tod und das Leben“ ist. Der Film porträtiert Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Tod umgehen, Menschen in dessen Umfeld begleiten – und zeigt, dass man sich diesem Thema nicht nur rational, sondern auch künstlerisch nähern kann.

👉 Hier geht’s zur Sendung in der ARD Mediathek

Diese Sendung lief im August 2025 und wird nun noch einmal ausgestrahlt:

📺 Ausstrahlung im TV: Sonntag, 26. Oktober 2025, 17:30 Uhr im SWR Fernsehen

Was das Publikum erlebt

Viele Besucher:innen kommen mit Unsicherheit in unsere Aufführungen. Sie fragen sich, ob sie den Abend aushalten – weil das Thema Tod sie selbst betrifft oder weil es sie schlicht verunsichert. Am Ende erleben wir: Die Menschen gehen bewegt, nachdenklich und oft voller Dankbarkeit nach Hause. Sie suchen das Gespräch, erzählen uns von eigenen Verlusten, von Erinnerungen und davon, wie gut es ihnen getan hat, diesen Raum zu erleben.

Mehr als eine Veranstaltung

Für mich ist Todglücklich kein „Programm“ im klassischen Sinne. Es ist ein Raum, in dem Nachdenklichkeit, Hoffnung und Lebensmut nebeneinander stehen dürfen. Ein Ort, an dem wir uns erlauben, über das zu sprechen, was wir sonst gern verdrängen – und gleichzeitig über das zu staunen, was uns täglich geschenkt wird.

Mehr über das Projekt findest Du hier: todglücklich.com

Ein besonderer Auftrittsort: Schloss Ludwigsburg

Manchmal führt die Musik an ganz wunderbare Orte. Bald ist es für mich und D’Ané so weit: Wir sind im Residenzschloss Ludwigsburg zu hören – im Rahmen der Hochzeitsmesse „Ja!“.

Gemeinsam mit der großartigen Elke Bürger (Klarinette) darf ich im Duo Ané musikalische Akzente setzen. Unsere Musik wird damit Teil eines Tages, an dem sich alles um große Momente, Emotionen und die Feier des Lebens dreht.

Für mich persönlich war meine eigene Hochzeit ein zutiefst außergewöhnlicher Tag – auch wenn sie in so ziemlich nichts dem Üblichen entsprach. Ich glaube fest daran: Wenn zwei Menschen einen Weg miteinander gehen, dann sollte auch dieser Schritt genauso besonders sein wie sie selbst – geprägt von den Momenten, die zu ihnen passen. Genau diesen Gedanken spiegeln sich für mich im Musizieren mit Elke wider: individuell, vielfältig und voller Inspiration.

📅 Wann: 18. und 19. Oktober 2025
📍 Wo: Residenzschloss Ludwigsburg – Hochzeitsmesse „Ja!“

Wenn Du an diesen Tagen auf der Messe unterwegs bist: Komm vorbei, hör uns live und lass uns ins Gespräch kommen. Wir freuen uns darauf, mit unserer Musik einen kleinen Teil zu diesem besonderen Ambiente beizutragen.

Mehr über unser Duo: duoane.com

Wo Musik auf Wirtschaft trifft: Räume schaffen für neue Perspektiven

Philharmonie Reutlingen in der Probe
Ariane Matiakh

Gemeinsam mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Ariane Matiakh durfte ich ein ganz besonderes Event gestalten, bei dem genau diese Verbindung spürbar wurde:

Dirigieren heißt führen. Aber es heißt auch zuhören. Reagieren. Und Raum geben. – In der Musik wie auch in der Wirtschaft!

Musik und Wirtschaft sind auf den ersten Blick zwei verschiedene Welten – doch in Wahrheit gehören sie eng zusammen. Kultur schafft Räume für Reflexion, verbindet Menschen über Hierarchien hinweg und eröffnet neue Sichtweisen. Gerade Musik lehrt uns, aufmerksam zuzuhören, sich aufeinander einzustellen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen, das mehr ist als die Summe der Einzelnen. Umgekehrt braucht auch die Kultur wirtschaftliche Strukturen, Organisation, nachhaltige Finanzierung. Wenn beide Seiten zusammenkommen, profitieren nicht nur Unternehmen oder Orchester, sondern die Gesellschaft insgesamt: durch Innovation, Zusammenhalt und eine lebendige Kultur des Miteinanders.
👉 Besonders dankbar bin ich auch für die Diskussion auf dem Podium mit Ariane Matiakh, Cornelius Grube, Tülây Schmid und Musiker:innen des Orchesters.

Es ist eine Kunst, aus starken Persönlichkeiten ein harmonisches Ganzes zu formen. Und es ist genau das, was gute Führung ausmacht.

Danke an alle, die dieses Event möglich gemacht haben.

TodGlücklich – und der swr zeichnet auf

TodGlücklich mit Ute Züfle, Judith Calvelli-Adorno, Janina Rüger-Aamot

Am kommenden Dienstag, den 27. Mai um 19:30 Uhr, ist es endlich wieder so weit: Unser Programm „TodGlücklich – eine Konzertlesung mit Ute Züfle“ kehrt zurück – und das an einem ganz besonderen Ort: der Stiftskirche in Beutelsbach.

Und diesmal mit einer großartigen Neuigkeit: Der SWR wird die Aufführung mitschneiden!
Dass unser Herzensprojekt auf diese Weise dokumentiert und weitergetragen wird, freut uns riesig – und macht diesen Abend zu etwas ganz Besonderem.

„dramatisch, innig – überirdisch schön“

„TodGlücklich“ verbindet Musik und Sprache in einer eindrücklichen Stunde voller Tiefe, Stille, Wucht und Zärtlichkeit. Texte von und mit Ute Züfle treffen auf Musik von Kreisler, Piazzolla, Arvo Pärt, Johann Sebastian Bach und anderen.

Wir beschäftigen uns mit der letzten Schwelle – dem Tod – und gleichzeitig mit allem, was davor liegt: Erinnerung, Liebe, Humor, Schmerz, Hoffnung.

Ein Zitat aus dem Publikum bringt es auf den Punkt:
„Der Abend ging unter die Haut.“
(Mühlacker Tagblatt, 13.03.2024)

Und die Gmünder Tagespost schreibt:
„Musikalisch dramatisch und innig durch die hohe Kunst einer Geigerin vertieft […], pointiert und akzentuiert vom Akkordeon Janina Rüger-Aamots – einfach: Tod-glücklich.“

Komm dazu, bring jemanden mit, sei Teil davon.

Wir freuen uns, wenn Du kommst – und uns bei diesem für uns so wichtigen Termin unterstützt. Es ist ein Abend, der berührt, ohne zu beschweren. Der Mut macht. Der fragt: Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt – außer Musik und Wort?

📅 Dienstag, 27. Mai 2025
🕢 19:30 Uhr
📍 Stiftskirche Beutelsbach
🎙 Live-Mitschnitt durch den SWR

Herzliche Einladung – wir freuen uns auf Euch.
Euer TodGlücklich-Team