Am 20.04.2024 durfte ich ein richtig cooles Konzert zusammen mit dem Philharmonischen Chor unter der Leitung von Tilman Heiland in Waiblingen gestalten. Es ging um Mord, Todschlag und fiese Typen. Lea Brückner und Mareike Köhler haben mit ihrer Wortkunst den Raum wunderbar erweitert. Es hat einfach richtig Spaß gemacht, die menschlichen Abgründe zusammen mit Musik von James Bond bis hin zu Reinhard Mey zu ergründen.
Hier findet Ihr Bilder und Eindrücke dieser tollen Veranstaltung.
Der April hat mit Cabaret begonnen. Letzten Sonntag durfte ich wieder dabei sein im Staatstheater. Auf dem Bild seht Ihr meine Perspektive, vor der Probe … wenn es noch ganz still ist im Haus. Ich liebe diesen Moment jedes Mal. Umso lauter ist das Stück mitunter. Und das muss es auch sein. Die Botschaft ist heute wieder so wichtig wie kaum jemals zuvor. Die musikalische Leitung hatte Abend Michael Alber.
Am 20.04.2024 freue ich mich auf ein ganz besonderes Konzert. Wie wohl vielen von uns, macht es mir einfach immer wieder einmal Spaß, mal so richtig böse zu sein – zumindest musikalisch. Mit dem wunderbaren Philharmonischen Chor Waiblingen unter der Leitung von Tilman Heiland darf ich zusammen mit Lea Brückner und Mareike Köhler einen außergewöhnlichen Abend gestalten. Wer mehr wissen möchte: Philharmonischer Chor Waiblingen.
Der März ist da. mit ihm die Frühlingsblüher und so viel kreative Energie. In diesem Monat beschäftigt mich das Thema
Leben-Mut-Lebensmut!
Und das auf vielfältige Weise. Zum einen geht unser Podcast Mutig-und-Klug in seine vierte (!)- Man, ich bin so stolz. Zum anderen beschäftigt mit ganz persönlich auch die Frage, was das Leben mit dem Mut, dem man ihm entgegenbringt, so macht. Und auch, ob und in welchem Sinne sich Mut musikalisch und in Musik ausdrücken kann. Macht doch meine kleine Umfrage mit (anonym):
Mit Todglücklich verschlägt es uns in diesem Monat nach Mühlacker. Wenn ich so darüber nachdenke, steckt auch in diesem Programm ganz viel Mutiges. Wenn Ihr mögt, lasst uns gern darüber ins Gespräch kommen. Ich freue mich auf Euch!
Es ist Februar. Ein Monat, der bei mir ganz im Zeichen der musikalischen Spurensuche steht. Ich bin auf der Suche nach Musik über fiese Typen, düstere Stimmungen und das Böse in allen Epochen. Keine Sorge, das ist kein Ausdruck meines Gemütszustandes :-). Nein, ich suche für ein Projekt nach Kompositionen, die sich mit den dunklen Seiten des Lebens befassen. Also wenn Ihr Tipps für mich habt, schreibt mir gern. Mehr dazu erfahrt Ihr im Frühling.
Gedanken über erleichterte Fassungen Klassischer Werke und deren musikalische Untiefen
Foto von Xavier von Erlach auf Unsplash – Auf dem Foto ist es Bach. Aber ich fand das Bild einfach passend.
Ich habe es getan. Ich habe mich an das Rondo alla turca/Mozart gewagt und eine vereinfachte Version für Lernende am Akkordeon geschrieben. Die Tatsache, dass ich es getan habe, also diese Fassung erarbeitet, macht schon deutlich: Ich halte es für völlig legitim, komplexe Werke in einfacherer Form sozusagen für einen niederschwelligen Einstieg zugänglich zu machen. Und doch finde ich eine gewisse Achtsamkeit und auch Reflexion durchaus notwendig.
Was also spricht dagegen? Warum lehnen es viele geschätzte Kollegen rundherum ab, solche einfacheren Fassungen zu verwenden? Ein Schüler erzählte mir, dass seine Schwester, die ein anderes Instrument lernt, ein bestimmtes Werk nicht spielen darf, weil sie es im Original technisch noch nicht bewältigt. Eben jener Schüler jedoch steigt mit mir in eben jenes Werk in einer einfacheren Fassung ein. Zu Hause sorgte das natürlich für Diskussionen und bei mir für viele Fragen. Natürlich möchte ich dem unbekannten Kollegen nicht in den Rücken fallen. Ich kenne seine Argumente und finde sie durchaus nachvollziehbar.
Ich liste mal ein paar der Argumente auf. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ihr dürft gern ergänzen.
Das Original wird verfälscht. Die musikalische Tiefe geht verloren. Vereinfachungen lassen komplexe Elemente und Finessen zumindest zum Teil verschwinden. Viele der großen klassischen Werke sind deshalb so nachhaltig berühmt, weil sie für Generationen von Musikwissenschaftlern immer neue Erkenntnisse bereithalten. Das sind Nuancen und Details, die jemandem, der eine einfachere Fassung kennenlernt, vorenthalten bleiben.
Setzt sich eine Schülerin oder ein Schüler nach dem leichteren Einstieg mit dem Original auseinander, kann der Übergang durch die höhere Komplexität und Schwierigkeit herausfordernd und gegebenenfalls zu schwer sein. Hat man sich an eine einfache Fassung gewöhnt, ist diese Hürde vielleicht nicht zu nehmen.
Vereinfachungen schränken die technische und interpretatorische Entwicklung ein. Vielleicht werden Lernchancen dadurch verpasst.
Bitte schreibt mir gern, welche Argumente Euch auf dieser Seite noch fehlen.
Dafür, also für einfachere Arrangements, spricht aus meiner Sicht, dass ein „Ohrwurm“ schneller zu lernen ist und man technische Herausforderungen angehen kann, die einfach durch den Spaß am Stück an Schwierigkeit verlieren. Am Beispiel des Rondos von Mozart kann ich in der linken Hand Akkorde und Oktaven üben, gleichzeitig und gebrochen. Und ich habe im Ohr, in welchem Tempo das erst richtig Spaß macht. Das kann motivierend sein und für das Original den Boden bereiten.
Der leichtere Einstieg kann die Hürden verringern, sich mit dem Original auseinanderzusetzen.
Ich finde aber auch, dass wir die Verantwortung haben, sorgsam zu kommunizieren, dass es sich um eine vereinfachte Version eines wunderbaren Originals handelt, die Lust machen soll auf mehr.
Mangel als Chance
Gerade mit dem (Einzelton-)Akkordeon (Melodiebass) sind wir auf Übertragungen angewiesen. Oder positiv formuliert: Uns steht die gesamte Palette der Musikgeschichte offen. Wir können schöpfen aus einem unglaublichen Fundus an Werken, denn wir sind nicht auf das Œvre für nur ein Instrument beschränkt. Denn die meiste Zeit gab es das Akkordeon nicht. So gehen wir einfach bei nahezu allen anderen – nicht nur Klavier – auf die Suche. Und wir übertragen, wir richten ein, wir erschließen. Die Fragen, die ich mir immer wieder stelle, sind die:
Wo sind Grenzen? Gibt es Grenzen? Ab wann ist es Piraterie oder schlicht Verrat an der Kunst? Oder gibt es das nicht? Muss ein Kunstwerk, dass in der Welt ist, vielleicht einfach damit leben, dass sich Menschen auf ihre jeweils eigene Weise damit auseinandersetzen und es sich erschließen. Schließlich wurden in allen Epochen Werke umarrangiert und für andere Instrumente eingerichtet. Was meint Ihr dazu? Schreibt mir gern.
Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich und wünsche Euch einen wunderbaren Jahreswechsel.
Und am 3. Advent noch eine Premiere. Ich habe die Freude mit dem Posaunen Chor von Winnenden aufzutreten. Hartmut Seidler, der diesen Posaunenchor leitet und der sicher vielen ein Begriff ist durch den Liederzyklus „Ist die Welt um mich verwandelt“, hat ein ganz besonderes Arrangement extra für dieses Event geschrieben. Es enthält unter anderem den berühmten Young Persona Guide To The Orchestra von Benjamin Britten in einer wundervollen Collage für Solo-Akkordeon und Posaunenchor. https://posaunenchor-winnenden.de/termine
Ich wünsche Euch allen eine frohe und nicht allzu stressige Adventszeit voller besinnlicher Klänge und süßem Weihnachtsduft.
Endlich ist es soweit: Die Uraufführung von „Ist die Welt um mich verwandelt“ (Sopran, Klarinette, Akkordeon) und „Strings“ (Akkordeon solo) ist da. Am Sonntag, 29.01.2023 um 11:00 in der Schlossmatinee Winnenden/ Hermann-Schwab-Halle.
Die Sommerpause liegt hinter uns und wir starten in einen neuen musikalischen Herbst. Die letzte Zeit wird oft als herausfordernd beschrieben. Das war sie auch und ist sie noch. Aber mit Más Que Dos haben wir das große Glück, dass sie ebenso inspirierend und kreativ war. Wir haben eine neue CD machen dürfen und endlich nach so viel Arrangieren – denn keines der Stücke gab es für unsere ungewöhnliche Besetzung – , viel Probieren, Verwerfen, Diskutieren, Verbessern, Aufnehmen, Reise nach Augsburg, toller Begegnung mit Ludger, unserem Tonmeister, Qual der Wahl bei Bildern und Texten …. halten wir sie in den Händen.
Wunderbar gelegen bietet die Petruskirche in Obertürkheim die Gelegenheit einen Herbstspaziergang durch die malerischen Weinberge mit einem Konzertbesuch zu verbinden. Wir laden Sie also herzlich ein zu diesem sinnesreichen Abend.
Und auch sonst haben wir uns für die kommende Saison viel vorgenommen. Der Komponist Hartmut Seidler hat unser Trio, unsere Klangwelt für sich entdeckt und schreibt einen Liederzyklus mit Texten der Lyrikerin Ada Christen. Wir sind sehr stolz, mit ihm daran zu arbeiten. Und natürlich freuen wir uns schon sehr auf die Uraufführung, die im Januar stattfinden wird.